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Von der Freiheit des Seins

Die Gedanken sind frei, heißt es schon in einem alten Volkslied und darüber, dass die Freiheit im Kopf beginnt habe ich auch schon geschrieben. Doch heute möchte ich über das Ende der Sklaverei schreiben, eben von der Freiheit des Seins.

Seit einiger Zeit verdichtet sich das Gefühl in mir, dass wir noch viel mehr in der Sklaverei verflochten sind, als es in einer modernen Welt vorkommen sollte. Nicht dass es überhaupt noch Sklaverei geben sollte….

Aber heute sind wir in einer anderen Weise abhängig, so sehr unterschwellig verborgen, dass es für die meisten Menschen nicht sichtbar ist. Ich denke an dieses eine Prozent der Weltbevölkerung, die 90% des Gesamtvermögens der restlichen Welt besitzen. Was nicht nur extrem ungerecht ist, sondern auch nur so sein kann, wenn quasi ein großer Teil dieser Gesamtbevölkerung für dieses eine Prozent arbeitet.

Wir arbeiten für im Durchschnitt kleine Löhne, die uns oft gerade nur erlauben, zu wohnen, angekleidet zu sein und satt. Oh, manchmal ist sogar ein Urlaub drin und wir werden mit Konsumgütern abgelenkt, die uns aber durchaus noch mehr in eine finanzielle Abhängigkeit bringen.

Wir wählen Beschränkung statt Freiheit

Nein, dies soll jetzt kein Lamento-Text werden. Unsere Welt ist nun mal zur Zeit nicht so, wie wir sie gerne hätten. Aber es liegt in unseren Händen, sie zu verändern. Und in unserem Geist. Freiheit bedeutet, dass wir durchaus in dieser Welt leben können, ohne uns abhängig zu fühlen. Doch bevor das geschehen kann, müssen erst einmal all die Situationen gefühlt werden, in denen wir uns unfrei fühlen.

Wir sind unendliche Wesen und begrenzen uns auf ein Körpergefäß, von dem wir denken, dass wir es sind. Und sofort scheinen die unendlichen Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen, gar nicht da zu sein. Wenn ich glaube, dass ich nicht anders kann, kann ich auch nicht anders. Wenn ich mich für klein und unbedeutend halte, werde ich auch genau so behandelt.

Und jedes Mal, wenn ich einer Situation einen Namen gebe, wenn ich sie beurteile, beschränke ich mich. Sogar in unseren Träumen halten wir uns oft zurück. Okay, so ein Flugtraum kann wunderschön sein, aber eher verarbeiten wir unseren Alltag und das Fernsehprogramm in der Nacht, als dass wir unserem Schöpferanteil freie Bahn geben.

Von der Freiheit des Seins

Einfach Sein, im Hier und Jetzt, nicht mit den Gedanken in der Vergangenheit, nicht in der Zukunft, das ist für mich Freiheit. Jeden einzelnen Augenblick bewusst erleben, sei es die Sonne an einem strahlenden Himmel, oder die Nebel die Abends aus der Wiese steigen. Jede Begegnung mit einem anderen Menschen kann eine neue Erfahrung sein, oder aber auch schrecklich – wenn ich denn wähle, sie für schrecklich zu halten.

Das Sein ist einfach nur. Im Sein genieße ich das, was sich mir gerade offenbart, was immer das auch sein mag. Die Freiheit des Seins ist unbegrenzt. Diese Freiheit hört nicht da auf, wo sie die Freiheit eines anderen einschränkt, weil sie in ihrer Art niemals einschränken kann.
Die Art der Freiheit des Seins ist die Liebe. Die Liebe, die ungehindert aus dem Herzzentrum fließen darf.

Erst in dieser Liebe, die ich auch zu mir selbst spüre, kann ich im Hier und Jetzt tatsächlich genießen. Dazu gehört aber, dass wir unsere Widerstände gegen das Unbekannte, gegen unsere einschränkenden Gedanken und gegen alles, was vermeintlich nicht stimmt, ablegen.
Es geht nicht um Gedankenkontrolle sondern auch hier um Sein lassen. Alles was ist, ist schon, wie Eckard Tolle es formuliert. Es nützt also gar nichts, dagegen zu sein. Wenn es regnet, dann regnet es eben – punkt.

Wie ich da hin komme?

Üben, üben, üben – und zwar das nicht bewerten. Und das Üben, mir nicht böse zu sein, wenn ich es mal wieder nicht geschafft habe. Es ist eben, wie es ist.
Wenn wir das alle tun, und dementsprechend aus einer Abhängigkeit von vermeintlichen Not-Wendigkeiten austreten, dann sind wir frei und niemand hat mehr Macht über uns, es sei denn, wie geben sie ihm.

Die Freiheit unseres Seins liegt nicht im Außen, sie wird aber im Außen sichtbar. Wahrhaft freie Menschen verändern diese Welt schneller, als wir uns das vorstellen können. Ohne Gewalt, ohne Krieg, aber möglicherweise in einem friedlichen Ausstieg aus den Normen….

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